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Missverständnis 1 von 10
„Audiomarketing ist nur Hintergrundgedudel.“
Gedudel ist eine Playlist ohne Plan. Audiomarketing ist ein Geschäft, das mit seinen Kund:innen spricht: Es begrüßt, empfiehlt, informiert und aktiviert. Musik ist dabei nur ein Teil, dazu kommen Werbespots, Durchsagen, Markenklang und Mitarbeiterkommunikation. Das ist ein Unterschied wie zwischen Tapete und Verkäufer.
Von der loudSTARK Redaktion · Stand: Oktober 2026 · Lesezeit ca. 6 Minuten
Das Wichtigste in Kürze
- Gedudel ist zufällige Musik ohne Ziel. Audiomarketing ist ein geplantes Programm mit klarer Aufgabe.
- Zum Programm gehören Musik, Werbespots, Durchsagen, Audio-Branding und Infos für Mitarbeiter:innen.
- Audio erreicht Kund:innen genau dort, wo die Kaufentscheidung fällt: im Geschäft.
- Die Wirkung von Musik auf das Einkaufsverhalten ist seit Jahrzehnten wissenschaftlich untersucht.
Warum sich das Missverständnis hält
Woher der Ruf als „Gedudel“ kommt
Die meisten Menschen kennen Musik im Geschäft nur in ihrer schwächsten Form: ein Radiosender, der irgendwo im Hintergrund läuft, oder eine Playlist, die jemand vor Jahren zusammengestellt hat. Dieselben zwanzig Lieder in Dauerschleife, dazwischen Werbung für die Konkurrenz. Kein Wunder, dass dabei das Wort „Gedudel“ fällt.
Das Problem ist nicht der Ton, sondern das fehlende Konzept. Wer Musik nur „laufen lässt“, verschenkt einen Kanal, der jede Kundin und jeden Kunden während des gesamten Aufenthalts begleitet. Professionelles Audiomarketing beginnt bei der Frage: Was soll im Geschäft passieren? Sollen Kund:innen länger bleiben, eine Aktion entdecken, zur Kassa finden oder sich einfach wohlfühlen? Erst daraus ergibt sich, welche Musik läuft, wann ein Spot kommt und wie die Marke klingt.
Dass Musik das Verhalten im Geschäft beeinflusst, ist gut belegt. Bereits 1982 zeigte Ronald Milliman im Journal of Marketing, dass langsamere Musik im Supermarkt das Tempo der Kund:innen verringert und den Umsatz erhöht. Ein Feldversuch von North, Hargreaves und McKendrick (1999, Journal of Applied Psychology) ergab: Lief französische Musik, wurde mehr französischer Wein verkauft, bei deutscher Musik mehr deutscher. Die Käufer:innen selbst bemerkten den Einfluss kaum.
Wie so ein Programm aufgebaut ist, sehen Sie unter Audiomarketing und bei unseren Content Studios.
Was wirklich stimmt
Fünf Bausteine statt einer Playlist
Musik mit Auftrag
Ein Musikprogramm wird auf Zielgruppe, Tageszeit und Sortiment abgestimmt. Es schafft Atmosphäre, unterstützt das Markenbild und sorgt dafür, dass sich Kund:innen gern im Geschäft aufhalten.
Spots und Durchsagen
Aktionen, Neuheiten, Services: Kurze Werbespots und Durchsagen informieren genau dann, wenn Kund:innen vor dem Regal stehen. Ohne Streuverlust, direkt am Ort der Kaufentscheidung.
Markenklang und Team
Audio-Branding macht Ihre Marke wiedererkennbar. Gleichzeitig erreichen Sie Ihre Mitarbeiter:innen mit aktuellen Infos, ohne zusätzliche Besprechung.
So gehen Sie vor
So machen Sie aus Gedudel Audiomarketing
- Ziel festlegen: Was soll Audio in Ihrem Geschäft leisten: Atmosphäre, Abverkauf, Information oder alles zusammen?
- Programm planen: Musikstil, Lautstärke und Rhythmus von Spots und Durchsagen passend zu Zielgruppe und Tageszeit festlegen.
- Inhalte produzieren: Werbespots, Durchsagen und Markenklang professionell sprechen und produzieren lassen.
- Laufend anpassen: Aktionen wechseln, Saisonen ändern sich. Ein gutes Programm wird regelmäßig aktualisiert, ohne dass Sie sich darum kümmern müssen.
Kurz gesagt
Unser Fazit
Audiomarketing ist kein Gedudel, sondern ein geplantes Programm aus Musik, Spots, Durchsagen, Markenklang und Infos für Mitarbeiter:innen. Der Unterschied liegt im Ziel: Gedudel füllt Stille, Audiomarketing informiert, aktiviert und stärkt die Marke, und zwar genau dort, wo Kund:innen entscheiden.
Alle zehn Missverständnisse finden Sie in der Übersicht. Wenn Sie wissen möchten, was Audiomarketing in Ihrem Geschäft bewirken kann, laden Sie unser Whitepaper herunter oder vereinbaren Sie ein kostenloses Erstgespräch.
Häufige Fragen zum Thema Hintergrundmusik und Audiomarketing
Was ist der Unterschied zwischen Hintergrundmusik und Audiomarketing?
Hintergrundmusik ist Musik, die im Geschäft einfach läuft, oft ohne Konzept und ohne Bezug zur Marke. Audiomarketing nutzt den Ton gezielt als Kommunikationskanal. Dazu gehören ein auf die Zielgruppe abgestimmtes Musikprogramm, Werbespots für aktuelle Aktionen, Servicedurchsagen, ein eigener Markenklang und Informationen für die Mitarbeiter:innen.
Der entscheidende Unterschied liegt im Ziel: Audiomarketing soll etwas bewirken, etwa längere Verweildauer, mehr Aufmerksamkeit für Aktionen oder eine bessere Stimmung im Team. Musik ist dabei ein wichtiger Baustein, aber eben nur einer von mehreren.
Welche Bestandteile gehören zu professionellem Audiomarketing?
Ein vollständiges Audiomarketing-Programm besteht meist aus fünf Bausteinen. Erstens ein Musikprogramm, das zu Marke, Zielgruppe und Tageszeit passt. Zweitens Werbespots, die Aktionen, Neuheiten oder Eigenmarken bewerben. Drittens Durchsagen, zum Beispiel zu Öffnungszeiten oder Services. Viertens Audio-Branding, also ein wiedererkennbarer Markenklang. Fünftens Mitarbeiterkommunikation, etwa Infos zu laufenden Aktionen.
Dazu kommt die Technik: eine Beschallungsanlage, die zur Größe des Geschäfts passt, und eine Steuerung, über die Inhalte zentral für eine oder viele Filialen eingespielt werden.
Beeinflusst Musik im Geschäft wirklich das Kaufverhalten?
Ja, das ist seit Jahrzehnten Gegenstand der Forschung. Eine bekannte Studie von Ronald Milliman (1982, Journal of Marketing) zeigte, dass langsamere Musik im Supermarkt dazu führte, dass sich Kund:innen langsamer bewegten und mehr kauften.
In einem Experiment von North, Hargreaves und McKendrick (1999) wurde in einem Weinregal abwechselnd französische und deutsche Musik gespielt. Bei französischer Musik verkaufte sich mehr französischer Wein, bei deutscher Musik mehr deutscher. Bemerkenswert: Kaum eine befragte Person gab an, dass die Musik ihre Wahl beeinflusst hatte. Musik wirkt also oft unbewusst, aber messbar.
Wird Audiomarketing für die Kund:innen nicht schnell zu viel?
Das hängt von der Planung ab. Ein gutes Programm achtet auf das richtige Verhältnis zwischen Musik und Wortbeiträgen, auf eine angenehme Lautstärke und auf Abwechslung. Spots werden in sinnvollen Abständen gespielt und regelmäßig ausgetauscht, damit sie nicht nerven.
Zu viel wird es meist dort, wo kein Konzept dahintersteht, etwa wenn ein Radiosender mit lauter Werbung für andere Unternehmen läuft. Ein eigenes Programm dagegen ist auf Ihr Geschäft zugeschnitten und spricht nur über Ihre Angebote. Genau das macht den Unterschied zwischen störendem Lärm und hilfreicher Information.
Für welche Branchen eignet sich Audiomarketing?
Grundsätzlich für jedes Geschäft mit Kundenverkehr: Lebensmittelhandel, Drogerien, Baumärkte, Modegeschäfte, Apotheken, Autohäuser, Banken, Fitnessstudios, Gastronomie oder Einkaufszentren. Überall dort, wo Menschen einige Minuten vor Ort verbringen, kann Audio informieren und Atmosphäre schaffen.
Besonders profitieren Unternehmen mit mehreren Filialen. Sie können Inhalte zentral steuern und trotzdem regional anpassen, etwa mit Aktionen, die nur in bestimmten Standorten gelten. loudSTARK betreut Kund:innen vom einzelnen Geschäft bis zum Filialnetz.
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Quellen und weiterführende Links
Quellen
- Milliman, R. E. (1982): Using Background Music to Affect the Behavior of Supermarket Shoppers. Journal of Marketing, 46(3), 86–91.
- North, A. C., Hargreaves, D. J. & McKendrick, J. (1999): The influence of in-store music on wine selections. Journal of Applied Psychology, 84(2), 271–276.
- loudSTARK Whitepaper „Ihr POS schläft? Wir wecken ihn auf!“ (9 Seiten, kostenloser Download)
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